Im Sommer diesen Jahres machte Google Schlagzeilen, weil es den Handhersteller Motorola kaufte. Doch der Kauf könnte sich auf dem Markt für Handy-Betriebssysteme als nicht so guter Schachzug herausstellen, denn bisher war das eigene Betriebssystem Android so erfolgreich, weil es für alle Handy-Hersteller offen war. Genau darauf setzt auch die Konkurrenz von Apple, Microsoft und Oracle, denn durch den Kauf könnte sich einiges am Markt für Handy-Betriebssysteme bewegen.
Und wie wichtig dieser Markt ist verdeutlicht die Tatsache, dass der Marktführer in Sachen Onlinekommunikation die führende Rolle einnimmt und diese Marktführerschaft für den eigenen Erfolg nutzen kann. Dabei stehen vor allem die Nutzerdaten der Konsumenten im Fokus, denn mit denen lässt sich auf vielfältige Art und Weise viel Geld verdienen. Zumal von der Marktführerschaft nicht nur die Handys betroffen sind, sondern auch die ständig steigende Anzahl der Besitzer von Tablet-PCs. Und ein weiteres Marktsegment öffnet sich gerade, denn auch die Nutzung des Internets über Fernsehgeräte, also das Internetfernsehen wird vom mobilen Betriebssystem unterstützt werden.
Dadurch hätte man eine Vielzahl von Nutzerdaten, die für die Verbreitung von Zielgruppen gerechter Werbung unerlässlich sind. Beim Kauf von Motorola ging es Google vor allem um Patente, denn auf Patente bauten sich bisher immer die Rechtsstreite zwischen den Anbietern der mobilen Betriebssysteme auf. Hier hatte Google der Konkurrenz nichts entgegenzusetzen, was sich nun natürlich geändert hat.
Doch mit dem Kauf von Motorola hat Google auch ein Problem, denn eigentlich müsste Motorola nun bevorzugt werden, doch ob sich Google das leisten kann ist zu bezweifeln, denn damit würde man andere Partner sicherlich verlieren, da diese eine Bevorzugung sicherlich nicht gerne sehen und dann wäre die hart erkämpfte Marktführerschaft in Gefahr.



Dezember 1st, 2011
stan
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